Kleine Folienkunde



Selbstklebende Farbfolien
Spezial-Fahrzeugfolien
Hochglanz-Metall-Effektfolien
Retroreflektierende Folien
Nachleuchtende Folien
Floureszierende Folien
Transluzente Farbfolien
Folien mit unterschdl. haftenden Klebstoff
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Selbstklebende Farbfolien

Selbstklebende Farbfolien für das Plotten von Buchstaben und Laminieren als Farbfond werden hauptsächlich nach dem Folienmaterial, dessen Glanzverhalten, Lichtdurchlaß und dem Klebverhalten unterschieden.
Handelsüblich sind Breiten von 1,00 bis 1,26 m.
Die meisten Produkte sind aus durchgefärbten, weichgemachten PVC und haben eine Stärke von 60 bis 120 Mikrometern. Deren Haltbarkeit im Außeneinsatz wird von den Herstellern bei polymer weichgemachte PVC-Folien mit 5 bis 7 Jahren und bei Folien mit monomeren Weichmachern mit 1 bis 2 Jahren angeben. In der Praxis halten sie meistens länger.
Selbstklebefolien lassen sich auf nahezu allen sauberen, fettfreien Untergründen verkleben, die gerade oder einseitig gewölbt sind. Bei geringfügiger zweiseitige Wölbung des Untergrundes, wie z.Bsp bei Fahrzeugsicken, lassen sich PVC-Folien thermisch bis etwa auf 110% der ursprünglichen Länge ohne Aufhellung der Folienfarbe dehnen.

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Spezial-Fahrzeugfolien

Für größere zweiseitige Wölbungen eignen sich die eigens für großflächige KFZ-Farbgebung entwickelten ultraweichen Spezial-Fahrzeugfolien (z.Bsp. für die Um-"Lackierung" von Taxifahrzeugen). Zum Plotten von Buchstaben und Figuren, die in Farbanschluß- und Intarsien verklebt werden sollen, sind diese Folien jedoch meist zu weich.
Bei niedrigenergetischen (wachsartigen) Klebgründen empfiehlt sich eine Verklebeprobe. PVC-beschichtete Planenstoffe (Banner, Spannplakate, LKW-Planen) neigen zur Abson- derung von Weichmachern und sollten nur mit spezieller Planenfolie beschriftet werden. Bei Kurzzeiteinsatz eignen sich auch flexible monomer weichgemachte Dekofolien.
Der allmähliche Weichmacherverlust führt zum Verspröden und Schrumpfen der Folien. Eine schrumpfungsbedingte Wölbung von Flächen verhindert ein Gegenzugs-Folienlaminat auf der Flächenrückseite.

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Hochglanz-Metall-Effektfolien

Hochglanz-Metall-Effektfolien wie z. Bsp. Spiegelfolien sind meist aus metallbedampften PE, dass sehr spröde und nicht dehnbar ist. Sie eignen sich deshalb auch nur für die Verklebung auf glatten Flächen und sind nur bedingt plotbar. Dehnfähig und gut plotbar sind dagegen durchgefärbte PVC-Folien mit gedecktem Metalleffekt ähnlich Metallic-Autolack.

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Retroreflektierende Folien

Retroflektierende (reflektierende) Folien für z.Bsp. Verkehrszeichen bestehen aus einer reflektierenden Trägerfolie mit einer Schicht aus der Mikro-Glaskugeln oder -Prismen, die wie Weihnachtsbaumkugeln auch seitlich auftreffende Lichtstrahlen reflektieren. Sie eignen sich besonders für unbeleuchtete Flächen im verkehrsnahen Freiland und Gestaltungs-Highlights bei Fahrzeugbeschriftungen und angestrahlten Fassaden-Werbungen. Beim Einsatz im öffentlichen Verkehrsraum und auf Fahrzeugen müssen die geltenden Rechtsvorschriften beachtet werden.

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Nachleuchtende Folien

Nachleuchtende Folien sind heute phosphorfrei und unbedenklich als Träger für Fluchtweg- Beschilderungen usw. einsetzbar. Ihr grüngelbliches Licht ist je nach vorheriger Beleuchtung etwa zehn bis zwanzig Minuten sichtbar.

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Floureszierende Folien

Floureszierende Folien haben mit ihren grellen Farbtönen eine hohe Signalwirkung bei Beleuchtung mit UV-Licht, das Bestandteil des Sonnenlichtes ist aber auch von Kunstlicht- quellen wie Leuchtstoff- oder Schwarzlicht-Lampen abgegeben wird. Bei Einsatz im Freien Beträgt die Haltbarkeit der meisten Produkte nur drei bis sechs Monate. Für eine länger haltbare Kennzeichnung von z.Bsp. Krankenwagen sind nur einige hochwertige Spezial- Produkte geeignet.

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Transluzente Farbfolien

Zur Beschriftung von Leuchtkästen eignen sich transluzente (durchscheinende) Farbfolien, deren Streuwirkung die Zeichen flächig leuchten lässt. Farbige Hintergründe und mehr- farbige Motive müssen für eine identische Farbigkeit im Auf- und Durchlicht als Folien-Intarsien gefertigt werden. Lichtakzente durch gezielten Lichtdurchlass erreicht man durch Lichtschablonen aus Spiegelfolien auf der Rückseite der Acrylscheibe oder aus opaker (lichtundurchlässiger) Folie auf der Sichtseite. Transparente (durchsichtige) Farbfolien eignen sich für Schaufensterbeschriftungen, durch die man die Ware noch etwas sehen kann.

Für mit Kunstlicht beleuchtete Flächen empfehlen sich Folien mit matter Oberfläche, weil Reflexionen die Lesbarkeit von Texten erheblich beeinträchtigen kann. Glänzende Folien sollten nur bei Streulicht (Sonnenlicht oder indirektes Kunstlicht) verwendet werden.

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Folien mit unterschdl. haftenden Klebstoff

Je nach gewünschter Haltbarkeit bzw. Eignung zur einfachen Wiederablösung können Folien mit permanent bzw. semipermanent haftenden Klebstoff verwendet werden. Innerhalb der herstellerseitig angegebenen Nutzungsdauer lassen sich alle Selbstklebefolien auch wieder ablösen.. Der Aufwand hierfür steigt jedoch durch das alterungsbedingte Austrocknen und Verspröden des Folienklebstoffes, dem nur teilweise durch Erwärmung entgegengewirkt werden kann. Verbleibende Klebstoffrückstände können mit Lösungsmitteln entfernt werden. Farbunterschiede zwischen zuvor beschrifteten und unbeschrifteten Stellen lackierter Flächen entstehen durch Ausbleichen des Lackes und lassen sich nicht entfernen.

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Weitere Verwendungseigenschaften und technische Daten der von uns verwendeten Folien finden Sie auf den Seiten der Hersteller Orafol, X-Film, MacTac und Neschen.




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