FAQ (die häufigst gestellten Fragen ...)

Meine Werbefläche soll Autofahrer ansprechen. Was ist zu beachten ?
Wie groß muss die Schrift sein, damit man sie lesen kann ?
Welche Informationen kann mein Werbeschild vermitteln ?
Wie erreiche ich, dass man sich an meine Werbung erinnert ?
Ich möchte eine Gebäudefassade werblich gestalten. Wie gehe ich da heran ?
Wie komme ich zu den Maßen von Fassadenteilen, die schlecht zu erreichen sind ?
Wie groß sollte die Fassadenwerbung werden und wo wird sie angebracht ?
Mein Fahrzeug soll werblich gestaltet werden. Was ist zu beachten ?
Brauche ich für meine Werbefläche eine Erlaubnis ?




Meine Werbefläche soll Autofahrer ansprechen. Was ist zu beachten?

Ein Autofahrer hat bei einer Geschwindigkeit von 50 km/h einen Blickwinkel von etwa 35 Grad und beobachtet laufend den rechten Fahrbahnrand in Verkehrsschildhöhe.
Ihr Werbeschild wird nur gesehen, wenn es sich in der Verlängerung dieser Blickachse befindet. Dabei ist es je nach Abstand vom Fahrbahnrand etwa 30 bis 50m entfernt und wird 2 bis 3 Sekunden gesehen. Weil in dieser Zeit nur etwa vier bis fünf Worte gelesen werden können, sollte die darüber hinaus gehende Gestaltung mit Piktogrammen und Bildmotiven erfolgen.

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Wie groß muss die Schrift sein, damit man sie lesen kann?

Die Erkennbarkeit von Sehobjekten ergibt sich aus dem menschliche Sehwinkel von 22 Bogenminuten (1) und der Sehentfernung. Man berechnet sie deshalb mit kleinstes Sehelement = Sehentfernung x 0,0064 Die kleinsten Sehobjekte bei gemischter Schreibweise sind natürlich die Kleinbuchstaben (Minuskeln), die bei den meisten Schriftarten ein Größenverhältnis von 0,7 : 1 zu den Grossbuchstaben (Versalien) haben. Weil die Schriftgröße immer mit der Versalhöhe angegeben wird, muss Ihr Rechenergebnis "kleinstes Sehelement" dafür noch mit 1,43 multipliziert bzw. gleich für o.g. Formel der Faktor 0,009 verwendet werden. Ob das von der Größe her sichtbare Objekt auch als Schriftzeichen erkannt wird, hängt sicher auch noch ab von dessen Schriftart, Farbe und dem Farbabstand / Kontrast zum Hintergrund. (1) Quelle: BG Druck und Papier

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Welche Informationen kann mein Werbeschild vermitteln?

Werbeschildern müssen Aufmerksamkeit erwecken, die Zielgruppe erreichen und informieren. Dafür sollten alle gestalterischen Mittel ausgenutzt werden.
Für den Text selbst gilt hingegen der Grundsatz "weniger ist mehr". Dieser muss vor allem lesbar sein und mit drei bis vier möglichst allgemeinen Begriffen für das Produkt auskommen, damit die Aufmerksamkeit des Betrachters noch bis zum Firmenname und zur Adresse reicht. Weniger bekannte Firmen sollten ihr Produkt immer vor dem Firmennamen nennen. Dieser sollte nur dann voran gestellt werden, wenn der Namen eingeführt ist bzw. das Produkt sich daraus sicher erkennen lässt. Ladengeschäfte und Firmen mit überwiegend standortorientierten Angeboten sollten ihren Sitz in ortsüblicher Weise nennen und hervorheben, um den Lokalpatriotismus potentieller Kunden anzusprechen. Einen neuen Dienstleister sucht man meistens erst, wenn man ihn braucht. Deshalb sollten seine Schilder zur besseren Wiedererkennung seiner Eintragung in sekundären Informationsmitteln wie den Gelben Seiten u.ä. entsprechen. Schildern außerhalb des Firmensitzes brauchen einen wegweisenden Zusatz und eine Adressangabe. Diese sollte der mit "Ort / Ortsteil - Strasse / Nr." der Suchlogik und nicht der Adressiervorschrift für Postsendungen entsprechen. Eine Postleitzahl und eine Faxnummer wird nur gebraucht, wenn die Kontaktaufnahme des Kunden mit Ihnen auch schriftlich erfolgen könnte. Als Rufnummer sollte immer nur eine Nummer und nur von einem Festnetzanschluss verwendet werden. Besonders werbewirksam sind kostenlose (0800) und persönliche Rufnummern (0700) mit markanten Ziffernfolgen oder Namen-Rufnummern (Vanity), bei denen der Name mit den Buchstaben auf den Telefontasten gewählt wird.

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Wie erreiche ich, dass man sich an meine Werbung erinnert ?

Kaum jemand sucht ein Werbeschild, um einen Anbieter eines gerade benötigten Produktes zu finden. Man sieht es eher so nebenbei und es wirkt nur, wenn man sich bei einem später aufkommenden Produktwunsch daran erinnert. Damit dies funktioniert braucht es ein individuelles Erscheinungsbild und die eiserne Disziplin, daran bei allen Werbemitteln festzuhalten. Das Erscheinungsbild wird bestimmt durch das Firmen-Logo (Signet), Comic o.ä. Grafik (Sympathieträger), Qualitäts- / Prüfsiegel, Innungszeichen, Werbe-Slogan (Wortmarke), die dafür und für Mengentext verwendete Typografie (Hausschrift), die verwendeten Farben (Hausfarben) und die Größenverhältnisse / Anordnung aller Teile zueinander (Basislayout). All dies sollte - einmal gut und vorausschauend durchdacht - als Firmen-Erscheinungsbild (Corporate Identity) festgeschrieben und für alle weiteren werblichen Vorhaben angewendet werden. In der Praxis muss man davon leider immer etwas abweichen, weil z.Bsp. die verfügbare Fläche ein anderes Layout erfordert oder der Anlass nicht die Kosten für eine Farbdruck rechtfertigt. Sind dies aber nicht mehr als ein ... zwei Abweichungen, ist immer noch ein Höchstmaß an Wieder-erkennung gegeben und wird einem Betrachter der Werbung Ihre Firma, deren Eintrag im Telefonbuch usw. vertraut vorkommen, obwohl er sie eigentlich noch gar nicht kennt. Ein Vertrauensvorschuss, der sich auszahlt.

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Ich möchte eine Gebäudefassade werblich gestalten. Wie gehe ich da heran?

Ihre Werbeanlage wird vom Betrachter immer mit dem Gebäude und seiner Umgebung gesehen. Nur wenn der Gesamteindruck stimmt, erreicht die Werbeaussage ihre größte Wirksamkeit. Deshalb sind Fotos, aufgenommen von allen möglichen Standorten eines Betrachters, die beste Grundlage für Ihre Planung am "grünen Tisch".
Hiermit erkennen Sie auch mögliche Beeinträchtigungen durch den jeweiligen Blickwinkel, Gebäudevorsprünge, Bäume usw. Einfache Schwarz/Weiß-Vergrößerungen mit dem Kopierer eignen sich gut für erste Skizzen. Die besten Ideen, am Computer entworfen und in die gescannten Fotos eingesetzt, zeigen dann den Gesamteindruck und können für Bauantrag und Herstellung verwendet werden.

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Wie komme ich zu den Maßen von Fassadenteilen, die schlecht zu erreichen sind?

Wenn keine Bauzeichnung mehr existiert (oder nicht sicher ist, ob danach auch gebaut wurde) hilft auch hier ein Foto. Damit keine Verzerrungen entstehen muss dies im rechten Winkel zur Fassade aufgenommen werden und neben der zu bestimmenden Fläche einen einfach zu erreichenden Teil des Gebäudes enthalten. Mit dessen Maß kann man die nicht erreichbaren Fassadenteile auf wenige Zentimeter und damit für die Planung und Kalkulation ausreichend genau berechnen.

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Wie groß sollte die Fassadenwerbung werden und wo wird sie angebracht?

Ihre Werbeanlage muss natürlich erst einmal so groß sein, dass sie von dem wichtigsten Betrachter-Standort aus mühelos zu sehen sein. Ihre Größe richtet sich darüber hinaus neben den Vorgaben des Gebäudeeigners und Bauordungsamtes vor allem nach dem Bezug der Werbeaussage zum Gebäude. Weil die Größe des Gebäudes bzw. der Räumlichkeiten des Werbenden darin immer auch dessen wirtschaftliche Leistungsfähigkeit mit darstellt, sollte die Werbeanlage diese Größe vermitteln und die Fassade bzw. den betreffenden Fassadenteil dominieren. Betrifft die Aussage das ganze Gebäude sollte eine vollständig gestaltbare fensterlose Fassade (z. Bsp. Giebelwand) zu etwa zwei Drittel belegt werden. Für Fassaden mit Fenstern ist eine gebäude- lange bzw. -umfassende Attika-Anlage unterhalb der Traufe gut geeignet. Ist das Gebäude sehr hoch, kann diese auch im oberen oder unteren Drittel und mindestens oberhalb der Fenstern der ersten Etage angebracht werden. Eine Werbeflächen direkt über der untersten Fensterreihe wird vom Betrachter nur mit dem Erdgeschoss in Verbindung gebracht und gewohnheitsgemäß als Ladenwerbung angesehen. Betrifft die Aussage nur einzelne Räume eines Gebäudes (z. Bsp. Laden), sollte die Werbefläche deren Länge entsprechen. Ist dies nicht möglich oder gewollt, sollte die Fläche mittig zum Laden oder dem Eingang montiert werden. Damit auch eine kleine Fläche die Fassade optisch dominiert, sollte sie etwas breiter sein als die darunter liegenden Fenster oder Türen. Die Größe des Anwesens vermittelt hierbei ein zusätzlicher Streifen auf der Fassade oder den Fenstern in einer auf der Werbefläche verwendeten Farbe (Verkettungselement).

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Mein Fahrzeug soll werblich gestaltet werden. Was ist zu beachten?

Ihre Werbebotschaft wird immer mit dem Fahrzeug gesehen und muss zu ihm passen. Deshalb sollten Skizzen und Entwürfe von vorn herein auf Maßbildern des Fahrzeuges gemacht werden. Diese finden Sie in der Betriebsanleitung bzw. können Sie vom Fahrzeughändler oder von uns erhalten. Weil die Fahrzeuglängsseiten meist verschieden sind und auch die Lesrichtung wechselt, sollten Entwürfe immer auch von der Beifahrerseite gemacht werden. Beachten Sie bei der Wahl des Inhaltes den Fahrzeugeinsatz. Servicefahrzeuge werden meist aus kurzer Distanz stehend gesehen und können mehr und kleinere Texte erhalten. Lieferfahrzeuge sieht man meist während der Fahrt und dessen Seiten in der Reihenfolge Front - Seite - Heck bei unterschiedlicher Sehentfernung. Mit Selbstklebefolien lassen sich im Prinzip alle lackierten Fahrzeugteile und Glasflächen beschriften, die gerade oder einseitig gewölbt sind. Schwierig sind zweiseitig mit kleinem Radius gewölbte Flächen wie Fensterecken , Sickenbögen, Griffmulden, Lüftungsgitter usw. Nicht lackierte Rammschutz- und Fenstergummis schwitzen Silikonöl aus und lassen sich nicht dauerhaft bekleben. Beim Beschriften von Sicken und Trapezblechen verkürzt sich der Text und entstehen je nach Blickrichtung Sprünge in der Grundlinie. Beim Einsatz von Reflexfolien müssen zulassungs- rechtliche Bestimmungen beachtet werden. Fotorealistische Digitaldrucke auf sind sehr attraktiv, als mehrlagiges Produkt jedoch nur auf glatten bzw. einseitig mit großem Radius gewölbten Fahrzeugteilen flächig verklebbar. Bei zweiseitig gewölbten Teilen sollten nur Motive verwendet werden, die sich durch Freistellen in weniger kompakte Elemente auflösen lassen.

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Brauche ich für meine Werbefläche eine Erlaubnis ?

Genehmigungen braucht es eigentlich fast immer: eine vom Eigentümer des Gebäudes oder Grundstückes, auf dem die Werbeanlage angebracht bzw. aufgestellt werden soll, und zusätzlich eine vom Bauordnungsamt der Gemeinde, weil sich dadurch das Stadtbild ändert. Der Eigentümer ist meistens mit einem Entgeld zufrieden. Die Gemeinde erwartet einen Bauantrag und beurteilt diesen nach regional verschiedene Kriterien, die Grenzwerte für die Größe und Vorgaben für die Bauart und Gestaltung von dauerhaften Werbeanlagen beinhalten. Deshalb sollten Sie bereits vor den ersten konkreten Arbeiten an Ihrem Vorhaben dessen Genehmigungsfähigkeit durch eine Bau-Voranfrage bei der Gemeinde klären. Ähnlich ist es bei mobilen Werbemitteln, die kurzzeitig öffentlichen Straßen und Wegen aufgestellt werden sollen. Auch hier ist die Gemeinde zuständig, bei deren Tiefbau- oder Grünflächenamt Sie ein Sondernutzungsrecht beantragen und Nutzungsentgelte zahlen müssen. Für die Nutzung von Werbeflächen auf Fahrzeugen des öffentlichen Nahverkehrs, die Beschilderung von Straßen-lichtmasten, Brückengeländern usw. sind meistens deren Rechtsträger oder Vermarktungsagenturen zuständig.




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